Windgipfel in Berlin | Kommentar

Peter Altmaier, seines Zeichens Bundesminister für Wirtschaft und Energie, lädt für morgen, Donnerstag, den 05.09.2019 zum Windgipfel ein. Berechtigt, sollte man meinen, verfolgt man die Pressemeldungen der letzten Zeit zum Thema Windenergie, die nichts als dunkle Wolken über der Branche sehen.

Seit 2017 die Vergütung für Windnenergieanlagen größer 750 kW auf ein Ausschreibungsverfahren umgestellt wurde, brechen die Zubauzahlen massiv ein. Im Frühjahr meldete dann Senvion, ein deutscher Anlagenhersteller, Insolvenz an und auch sonst sieht es in der Branche – in Deutschland – nicht rosig aus. Wurden im Jahr 2017 noch mehr als 5 GW neu installiert, so waren es in 2019 bisher noch nicht einmal 0,5 GW. Treffend hat am Dienstag Tagesschau.de über den „Niedergang der Deutschen Windbranche“ geschrieben.

Was ist von diesem Gipfel zu erwarten? Einerseits ist es gut, dass sich der zuständige Minister mit den Branchenvertretern auseinandersetzt. Andererseits hat Herr Altmaier bisher nicht als Fan der Erneuerbaren Energien von sich reden gemacht. Meine Einschätzung: Herr Altmaier wird zum Ausdruck bringen, dass etwas getan werden muss, aber nichts zusagen.

Für den Fall, dass einfach die Ideen fehlen: Der Bundesverband Windenergie hat gemeinsam mit Umweltverbänden ein 10-Punkte-Papier für den Ausbau der Windenergie veröffentlicht. Und wieder einmal hoffe ich, dass ich einfach zu pessimistisch bin. Morgen wissen wir mehr…

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